Mi

06

Jul

2022

23,5 Millionen hat die Bande bereits ergaunert

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Mi

06

Jul

2022

Guten Tag, Herr Hiob!

"Welche Botschaft haben Sie heute zu überbringen?"

Es gibt kleine Kataströphchen in meinem Alltag wie beispielsweise vier Plattfüße in zehn Tagen, nachdem spätestens der Schlager-Murks dieses Viertel in ein Scherben-Meer verwandelt hat. In Anbetracht der nervtötenden Veranstaltungen, die diesen Sommer noch hier anstehen, ist meine Begeisterung für den Wohnort St. Pauli fraglos an einem Allzeit-Tief angelangt. Als gestern um kurz vor 23 Uhr im Hafen ein halbstündiges Feuerwerk gezündet wurde, um irgendeinen dieser beschissenen Kreuzfahrt-Pötte willkommen zu heißen oder zu verabschieden, sehr aufgeregt. Mein Nervenkostüm ist bereits dünn wie Satin.

Gestern schon neue Sticker zeigen wollen, quasi als Einläuten der neuen Saison. Zehn Tage nach der Bestellung, für die insgesamt nur drei bis vier Werktage veranschlagt waren, Mail bekommen, dass das Ganze womöglich noch bis nach dem Nürnberg-Spiel dauern werde. Gepaart mit fadenscheinigen Ausreden. Wer selbst in absehbarer Zeit Kleber bestellen will, sollte die Finger von "Wir machen Druck" lassen, denn die kriegen ihren Job seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr gebacken.

Dauert also noch etwas mit den neuen Motiven und ich muss mich nun ranhalten, um anderswo noch rechtzeitig bis zum Heimspiel zu ordern.

Deshalb hinke ich hier auf dem Blog auch reichlich hinterher. Damit es aber nicht all zu langweilig wird, möchte ich jetzt noch ein großartiges Foto zeigen, das heute meine Wege bei der Google-Suche kreuzte und zu dem Thema passt, das ich ursprünglich am Wickel habe. Lazio-Hippie:

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Mo

04

Jul

2022

Raus aus der Gesellschaft, rein in den Rock!

Eigentlich wollte ich heute mit dem dritten Teil der "verwirrenden Serie" mit Weltbild verzerrenden Beispielen fortfahren. Einer dieser Fälle ist die GRUPPO ROCK LAZIO, über die ich vor einigen Jahren schon einmal was schrieb, nun aber noch weiteres Bildmaterial fand.

Zwei Dinge lassen mich an deutschem Sportjournalistenvolk aller Couleur verzweifeln, wenn es sich mit italienischem Fußball befasst: Seit dem Wechsel von Kalle Rummenigge 1984 zu Inter Mailand verfolge ich das Geschehen und bislang hat niemand, wirklich niemand es geschafft, Sampdoria nicht in "SampToria" zu verunstalten. Meistens sogar so betont, dass der Eindruck entsteht, sie wollten es mit drei "T" schreiben... Okay, das mag nun schrecklich kleinkariert klingen, zugegeben. Macht mich trotzdem rasend.

Der andere Quell von Unbill ist die Ignoranz der Rolle Lazios in Italien. Nein, es ist nicht wie in München, wenn sich Blaue und Rote eine Stadt teilen. Wenn zu Beginn einer Sendung von "Lazio Rom" die Rede ist, schalte ich ab oder um. RASEND!

Morgen dann - heute schaffe ich das nicht mehr - über die Anarcho-Truppe bei den Biancocelesti, die Ende der 80er, Anfang der 90er eine interessante Facette in deren Kurve waren.

 

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Sa

02

Jul

2022

Extra viel gegessen gestern...

Do

30

Jun

2022

In Ungnade gefallen. Mehr Opfer bringen?

Irgendwann musste es ja passieren. Nicht immer in den letzten Jahren und Jahrzehnten waren sie mir hold, die Götter der Pneumatik, aber wenn sie mich mit platten Reifen straften, so fand das immer in mittelbarer Nähe zu einer U- oder S-Bahnstation statt. Die letzten Jahre konnte ich sogar alles schiebenderweise erledigen. Auf mittlerweile 150 bis 200 Touren mit mindestens 100+ Kilometern nie einen Platten gehabt. Auf dem gesamten Landstraßenfahrradnetz Niedersachsens und Schleswig-Holsteins zusammen liegen aber auch weniger Scherben und andere scharfkantige Dinge als entlang der Reeperbahn an einem durchschnittlichen Tag. Wer dann noch einen halbwegs materialschonenden Fahrstil pflegt, kann - vernünftige Bereifung vorausgesetzt - eigentlich nur schwerlich einen Plattfuß beklagen.

Ich mach's kurz: Genau am am weitesten von einer S3-Haltestelle entfernten Punkt im Alten Land war plötzlich die Luft aus Gummi und dem kompletten Tag. Ich mein, so verbringe ich meinen Sommerurlaub, während ihr Penner das jetzt womöglich an irgendeinem Balearen-Strand lest...  ;)

Der eigentliche Horror waren dabei gar nicht die zwölf Kilometer Gelatsche in der prallen Sonne (sehr wenig Schatten zwischen Cranz und Stade). Hitze ist mein Freund, öffentlicher Nahverkehr hingegen der absolute Horror. Drei oder vier Jahre bin ich keinen Meter mit dem HVV gefahren.

Und jetzt weiß ich auch wieder warum nicht. Zug vor der Nase weg, 30 Minuten warten, Regionalbahn bis Harburg, schwieriges Publikum, sogar im Fahrrad-Waggon. Maskenverweigerer, DB-Sicherheit greift ein, kreischende Kleinkinder. Umsteigen in die S3, Zug vor der Nase weg, immerhin nur neun Minuten Nasebohren. In Wilhelmsburg dann die nächsten Deppen unmaskiert zugestiegen. Hammerbrook, S-Bahnwache greift ein, kreischende Kleinkinder. Zurück auf dem Kiez, neuen Schlauch besorgt, angetan gewesen von den eigenen, vermeintlich verbesserten, Reparatur-Skills, wieder los zum Supermarkt, Reifen an einer Stelle wieder aus der Felge gerutscht, abermals Geschiebe. WTF! Dieser Tag war der Spucknapf zu dem K.O. in der ersten Runden, der mein Leben ist. (frei nach Peggy Bundy)

Nun werden manche die anderthalb Minuten des Lesens bereuen, weil die erzählte Story einen noch weit weniger vom Sattel haut, als es die heute präsentierte Sturm-Verstärkung tat. Ich wollte mich jetzt eigentlich auch daran gewöhnen, zum FCSP transferierende Spieler schon vor Copy&Paste bei Transfermarkt.de zu kennen. Nun gut, Gareth Bale wollte wohl nicht und wechselt lieber in die USA, haha!

Aller bereits eingestandenen Höhepunktlosigkeit dieses Beitrags zum Trotz, möchte ich dennoch herzlich dazu einladen, nun noch auf "mehr lesen" zu klicken, denn der Musik-Vorschlag heute ist das beste Album, das ich dieses Jahr bislang aufgestöbert habe:

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Mi

29

Jun

2022

Geile Pisse!

Wetter da draußen immer noch top, folgerichtig wenig Zeit vorm Rechner verbracht die letzten Tage. Dennoch weiß ich natürlich, was sich gehört; von den Fäääns, die diesen Blog täglich einmal abklappern, checken, ob nicht irgendetwas geboten wird, das einen "nach vorne bringt".

Deshalb heute ein paar Straßenbilder, die mir das Knipsen wert waren. Und die neueste EP der Gruppe PISSE aus Hoyerswerda, so etwas wie der aktuellen Punkrock-Hoffnung in diesem Land. Die Jungs sind ja auch kein Geheimtipp mehr, kennen eigentlich alle, die sich in dem Genre bewegen. Der Synthesizer, das irre Theremin. Sagt Dir nix? Bitte: https://de.wikipedia.org/wiki/Theremin

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Mo

27

Jun

2022

Geiler Scheiß!

Ach ja, einen Kommentar abgeben. Zu den 4,5 Mios für Kofi - by the way ein guter Betrag, hat sich Borni wahrlich nicht über den Tisch ziehen lassen - und/oder dazu, dass gleich wieder wichtiges Personal den Saisonauftakt verletzungsbedingt verpassen wird.

Da fällt mir jetzt aber nicht irgendetwas Erbauliches zu ein, das anders klänge als das, was überall sonstwo bereits darüber gesagt wurde. Auf jeden Fall ist es für die meisten Braunweißen einigermaßen tröstlich, dass unser bester Spieler zum SC Freiburg geht, nicht nach Hoffenheim oder so...

Nils Petersen hätte gern in entgegengesetzter Richtung wechseln sehen, aber der hat wohl erst neulich seinen Vertrag dort verlängert, scheint nicht abkömmlich zu sein. Nun gut, auf jeden Fall dürfte nun genug Asche vorhanden sein, um die klaffenden Kaderlücken mit vielversprechendem Personal zu schließen.

Jetzt aber zu dem geilen Scheiß aus der Überschrift. Seit geraumer Zeit nichts mehr aus meinem Lieblingsjahr hier vorgeführt. Ganz genau, 1981 once again. Wieder ein seit 41 Jahren unentdeckter Schatz. Ohrstöpsel rein, Lautstärke bis an die Schmerzgrenze regeln und beginnen kann der Tag:

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Mo

27

Jun

2022

Cheftrainer mit Geschmack ;)

Das übliche Gestöhne darüber, wie wenig einem das Merchandise des eigenen Clubs zusagt; das Gezeter über Trikot-Design und vermeintliche Gestaltungsfehler... nennen wir es beim Klarnamen: Zeitverschwendung. Habe ich ja unlängst hier auf dem Blog ebenfalls getan, dennoch sinnlos.

Und trotzdem muss ich, nachdem mir dieses aktuelle Foto zugespielt wurde, sagen, dass sich der Beutel aus unserer Produktion optisch sehr gut macht. Das sieht schon alles sehr stimmig aus: Schwarzweißer Bus, schwarzweißer Dress, schwarzweiße Treter, schwarzweißer Büdel. Jetzt noch zum Saisonbeginn eine weiße Weste behalten und keine schwarze Serie starten... dann wird alles gut!

So

26

Jun

2022

2. Teil: Andere Aktionsformen

Im ersten Teil ließ ich mich negativ darüber aus, dass mich die Fankultur generell oftmals langweilt. Das liegt natürlich vornehmlich an den eigenen Abnutzungserscheinungen, aber eben auch darin begründet, dass die "Einigung auf einen gemeinsamen Nenner", also das, was alle zusammen gleichzeitig immer und immer wieder zu tun pflegen, kein guter Nährboden für progressives Denken und Handeln ist. Kann auch keinerlei inhaltliche Weiterentwicklung während der letzten zehn Jahre feststellen. Eher ist das Gegenteil der Fall, weil viele Ultras-Gruppen in Deutschland und dem Rest der Welt viel weniger an Dingen mit Esprit und Witz interessiert sind, sich stattdessen nur noch durch stumpfe Gewalt zu profilieren versuchen. Das vermag Halbstarke mit Testosteronüberschuss natürlich in seinen Bann zu ziehen, doch für mich fällt da nichts bei ab - von gelegentlicher unfreiwilliger Komik vielleicht mal abgesehen.

Auf den Gebieten, bei denen Kreativität gefragt ist, herrscht Magerkost. Mancherorts singt die ganze Kurve mit oder hüpft das komplette Stadion, schon klar. Mir ringt das nur ein Gähnen ab, weil alles schon tausendfach gehört und gesehen. Groß und geschlossen ist ein Hektar Raps-Feld auch, aber auf einem Quadratmeter Regenwald existiert ein Vielfaches an Bio-Diversität.

Wäre es möglich, die Uhr etwa zwanzig Jahre zurückzudrehen, würde ich das ganze Ultrà-Getue von damals nicht wiederholen, nicht nochmal allen diesen "Italo-Schuh" überziehen, sondern - mit dem Wissen von heute - eine ganz andere Form von "Stadionbande" wählen. Eine anarchischere Gruppe ohne Dauersingsang, "Schulhof-Kodizes" und Ritualen, die im Grunde nur dazu dienen, postpubertäre Pyromanie zu adeln.

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Sa

25

Jun

2022

Braunweiß ist das Land ;)

Ich muss gestehen, hier auf dem Blog etwas hintendran zu sein.

Das Wetter war zu gut, um unnötig viel Zeit vorm Rechner zu verbringen, zumal Fluchtgedanken während der beschissenen Harley Days, wenn das Gedröhne hier einen glatt in den Wahnsinn treiben kann, allgegenwärtig sind.

Morgen, wenn nachmittags Regen einsetzen soll, werde ich Einiges nachzuholen versuchen.

Noch einige Impressionen und solche Dinge:

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Do

23

Jun

2022

Es war nicht alles schlecht damals

Damals, die beiden Corona-Sommer, die uns so manchen Scheißdreck vom Hals gehalten haben, der einem nun wieder die Kehle zuzudrücken droht. Ich glaube, es gibt nur eine gute Handvoll Dinge auf dem Planeten Erde, die mir mehr zuwider sind als die Harley Days. Die wahnsinnig dümmste Touri-Koberei, die sich die Menschheit ausdenken kann. Zusammen mit dem Schlagermove könnte Hamburg eine wahrlich profunde Bewerbung für die Endausscheidung des "Shithouse City of the World-Contest" abgeben, einer Auszeichnung, die ich mir zugegebenermaßen gerade ausgedacht habe.

Euch egal? Dann guckt euch das an:

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Mi

22

Jun

2022

1. Teil: Einleitung

Wie vorgestern angekündigt: Eine mehrteilige und mehrtägige Serie über mein Spezial-Fachgebiet, die Kurven-Ästhetik aus Epochen, in denen noch die Freiheit der Nonkonformität herrschte. Eine Zeit, als Jugendliche die (damals noch präsenteren) popkulturellen Einflüsse nicht nur auf sich wirken ließen, sondern in ihre Kurven transportierten.

Ich bin natürlich auch nicht ganz blöd: Hätte es in den Achtzigern schon Smartphones, diese scheiß E-Scooter oder social media gegeben, wäre ich das letzte Kind gewesen, dass sich dagegen gewehrt hätte. Trotzdem empfinde ich es als Glücksfall, die eigene Jugend nicht in nennenswerten Teilen bei Facebook, TikTok oder Instagram verbracht zu haben... sondern vor der Glotze. Die ersten 13 Jahre mit nur drei Kanälen (und DDR1 mit starkem Rauschen).

Aber kommen wir zum runden Leder:

 

Die Fans waren früher begeisterungsfähiger. Egal ob nun in Deutschland, Italien oder sonstwo. Dafür gibt es diverse Gründe wie beispielsweise das niedrigere Durchschnittsalter auf den Rängen oder die viel größere Vorfreude auf das Spiel, weil Heranwachsen damals auch oft mit Phasen zermürbender Langeweile einherging. Alle waren irgendwie hungriger, nicht annähernd so reizüberflutet wie heutzutage.

Mittlerweile spult die Mitte der meisten Fankurven ihr Programm herunter, während der Rest des Stadions eher wie Kundschaft wirkt, die kein messbares Maß an (echten) Emotionen aufbringen kann. Wenn ich so etwas sehe und höre, stellt sich sofort dieses Gefühl von Stumpfsinn und Eintönigkeit ein, das damals immer aufkam, wenn du aufs Testbild mit Piepton geglotzt und auf den Sendebeginn gewartest hast. Mal ehrlich... gibt es irgendetwas monotoneres und abwechslungsärmeres als das, was Ultras weit und breit in ihren Kurven machen? Choreo- und Spruchbandpathos, der nicht selten schnulziger ist als Heimatfilme mit O.W. Fischer aus den 50ern. Pyro-Aktion zum Anpfiff der zweiten Hälfte? Gähnen bis zur Kieferstarre.

17 Heimspiele in einer Saison. 17 Gelegenheiten, um Unvergessliches, Unerwartetes, Verwirrendes oder auch Verstörendes zu starten, mit dem nun wirklich niemand gerechnet hatte. Die Antithese zur Gebetsmühle. Der Gegenentwurf zu allem Ritualisierten. Ein paar begabte Leute, Nachdruck und Mut zum Wahnsinn sind die Zutaten, die nötig wären, um jede noch so dröge Partie gegen Sandhausen an einem nieselregengetränkten Sonntag im November zu einer Art Happening zu machen.

Na geil, bereits bei der Einleitung vom eigentlichen Thema abgedriftet. Liest überhaupt noch irgendwer hier mit?

 

Fankultur gibt es genauso lang wie den organisierten Fußball selbst. Choreos und vergleichbare Aktivitäten, Supporters und Ultras, die damals halt nur noch nicht so hießen. Als noch Sonntagsanzüge getragen wurden:

 

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Mi

22

Jun

2022

25 Jahre alter Plunder

Über die sehr interessante Verpflichtung von Jojo Eggestein habe ich noch nichts gesagt. Finde ich super, könnte sich wieder als einer dieser tollen Bornemann-Griffe erweisen. Näheres könnt Ihr detailliert beim Millernton lesen.

Generell würde ich mich gern daran gewöhnen, dass nun immer häufiger Spieler geholt werden, deren Namen mir vorher bereits vertraut waren. Alles gefühlt einige Etagen höher im Regal, was der FCSP mittlerweile macht. Daumen hoch!

Daumen runter hingegen für die lächerliche Kampagne, derer sich Holstein Kiel momentan erwehren muss. Reichsfahne? Mit Dunkelblau? Was für ein Quatsch!

Der einzige Skandal, den ich erkennen kann, ist, dass Puma der KSV ein Auswärtstrikotdesign reindrückt, das uns vor 25 Jahren als Heimtrikot diente. WTF!

Di

21

Jun

2022

Hertha BSC... ojemine!

Der gestern angekündigte Beginn der kleinen Serie muss leider auf den morgigen Abend verschoben werden, da ich das heute nicht mehr schaffe.

Dafür gibt es auf die Schnelle noch ein Fundstück, das heute in Othmarschen meinen Weg kreuzte. Vermutlich eine Relegationsrückspiel-Hinterlassenschaft des Vereins, der in beinahe jedweder Hinsicht "viel mehr hsv ist als der hsv selbst". Großkotzigkeit wegen angestaubter Meriten in ferner Vergangenheit, permanentes Leben über die eigenen Verhältnisse, das Verbraten von Abermillionen mittels einer geradezu lächerlichen Transferpolitik, Weltstadt-Allüren, windige Geldgeber u.s.w.

All das, was die Rauten klein gemacht hat, machen die Herthaner nach, und toppen es mit Leichtigkeit. Eigentlich - bei fairer Betrachtung - hätten die Berliner absteigen müssen, wenngleich das für uns natürlich auch schmerzhaft geworden wäre.

Und wo wir schon bei Schmerzen sind, hier das erwähnte Fundstück. Wenn der Niveau-Limbo im Wedding den Fußboden durchbricht:

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Mo

20

Jun

2022

Neue Strategien

Versuche, die darauf abzielen, eigenen Trott aufzubrechen, ausgetretene Pfade zu verlassen, kosten mich in der Regel einige Überwindung und sind ausgesprochen selten von Erfolg gekrönt. Wir alle sind Gewohnheitstiere, aber wenige Mitmenschen dürften in derart festgefahrenen Handlungsabläufen "gefangen" sein, wie das bei mir der Fall ist. So flexibel wie eine Eisenstange.

Dennoch verbleibt immer der Wunsch, Dinge zu ändern. Nicht morgens in die jahrzehntelange Abfolge Kaffee, Morgentoilette, Zähneputzen einzugreifen, sondern mehr inhaltlicher Art hier auf dem Blog und speziell in den Print-Ausgaben.

Skurrile Kleber, sonstige Absurditäten im öffentlichen Raum, Rauten-Bashing und eine Prise Musik aus besseren Tagen... werden hier weiter den Ton angeben. Aber neue Rubriken, längere Texte über (hoffentlich) interessante Themen und mehrtägige Serien wären mal eine erfrischende Abwechslung. Es mangelt auch wahrlich nicht an Berichtenswerten, das so komplex ist, dass es nicht auf die Schnelle auf einer DIN A4-Seite abgehandelt werden kann. Das Ganze ist aber sehr aufwändig, mit viel Arbeit verbunden, weil ich ein sehr langsamer Schreiber bin, der alles nochmal ein halbes Dutzend Mal durchliest und abändert, sich manchmal minutenlang nicht für eine bestimmte Vokabel entscheiden kann.

Die nächsten Tage will ich versuchen zu beschreiben, warum das ganze "Ultras-Ding" Ende der 90er für solch eine Zäsur im eigenen Leben sorgte. Warum es einen mittlerweile anödet - ganz gleich, ob in Norwegen, Deutschland oder Italien stattfindend. Was Spaghetti-Western, weitgehend analoge Jugend und Bildungsferne damit zu tun haben. Was "Style" bedeutet. Weshalb das Gralhütertum in Sachen Fankultur, gern auch "ungeschriebene Ultras-Gesetze" genannt, nach denen sich bekanntlich die meisten Kurven-Trottel hierzulande richten, völliger Quatsch ist. Warum es nicht möglich zu sein scheint, wirklich geile Aktionen durchzuziehen und innovative Trends zu setzen. Warum der Kampf gegen Langeweile, Müßiggang und ewige Reproduktion immer einer gegen Windmühlen ist.

Ihr versteht kein Wort mehr?

Okay, morgen fängt diese Kurzserie an und wird versuchen, so in medias res zu gehen, dass Ihr auch etwas davon habt.

Bis dahin nur kurz ein stilistisches Fallbeispiel der FEDAYN FOLIGNO aus den 80ern:

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Sa

18

Jun

2022

Trikot 22/23

Eines vorweg: Ich sammele keine Trikots. Ich sammele grundsätzlich nichts, bin eher für Kreatives zu begeistern, während mich Kollektives schnell langweilt. Hebe nicht mal meine eigenen Fanzine- und sonstigen Produktionen auf.

Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Respekt für fleißiges Zusammentragen und jahrzehntelanges Archivieren ist reichlich vorhanden. Ebenso Dank dafür, dass Andere meinen ganzen Unsinn bereits derart lang so emsig horten. Daumen hoch!

Um ganz ehrlich zu sein, ist mir das Aussehen der braunweißen Spielerkluft deshalb sogar recht einerlei, vorausgesetzt, es kommen keine haarsträubenden Katastrophen wie das "Pyjama-Outfit" 2005 (das Jahr, als wir das Pokal-Halbfinale erreichten) dabei heraus.

Der Kollektion letzte Saison hatte ich hier auf dem Blog, glaube ich zumindest, eine schwache Schulnoten-Drei gegeben. Irgendwie ist da bei der neuen Spielkleidung keine Weiterentwicklung erkennbar. Die Eigenregie in Sachen Spielerkluft hat uns bislang noch nicht nach vorn katapultiert. Müsste da der Bornemann vielleicht auch mal rigoros durchgreifen? ;)

Hellbraune "Schulterknochen-Applikationen"? Come oooooon.....

Richtig mies finde ich übrigens immer noch das Di!Y-Logo. Das ist gar nichts. Fette Helvetica kursiv und mit Frakturen, die einen Stencil-Style erzeugen sollen. So was hat man vor etwa 15 Jahren gemacht. Das ist altbacken, wirkt billig, wenngleich derlei Details vermutlich 95 Prozent der Käuferschaft niemals auffallen werden. Meine Erfahrung über all die Jahre ist, dass das Gros der Fans (hier und anderswo) keinerlei Ahnung von Gestaltung hat. Diese Klientel unterscheidet sich diesbezüglich wenig vom Rest der Gesellschaft. Daran ist generell auch gar nichts zu meckern, denn schließlich kann ja nicht jede(r) ein Faible dafür und Begabung dazu haben. Wenn alle nur noch mit Produkt-Design und ähnlichen Kreativprozessen Geld verdienen wollen, aber niemand mehr Verwaltungs-Fachangestellte(r) werden will, geht die Gesamtrechnung letztlich natürlich auch nicht auf. Und jetzt bitte keine erbosten Mails von Verwaltungs-Fachangestellten! Irgendeinen dröge klingenden Berufsstand musste ich halt nehmen, hehe!

Immer nur Gemotze. Als Ausgleich für das Gezeter eben mal eine knappe Viertelstunde investiert und einen eigenen Trikot-Entwurf gebastelt. Die meisten Fans sehnen sich nach braunen und weißen Vertikalstreifen (mit Astra zurück auf der Brust). Etwas Gestreiftes hatte ich letztes Jahr hier gezeigt. Dieses Mal absolute Reduktion, "Classic Class". Totale Zweifarbigkeit bis in das Club-Wappen hinein. Auswärts dann alles negativ, also anders herum, weißes Hemd, braune Hose. Die Stutzen bei Heimspielen braun, auswärts weiß.

Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich so etwas nicht mindestens so gut verkaufen ließe wie die Sachen, die der Verein jetzt präsentiert hat.

Fr

17

Jun

2022

Übles von der Noris

Zum Auftakt ein Heimspiel gegen Nürnberg. Nun gut, zuhause in die Saison zu starten ist grundsätzlich nicht verkehrt.

Gegen wen du dann antrittst, ist ja eigentlich zweitrangig. Allerdings kommen mir die Franken gerade ganz gelegen, kann ich diesen (eher losen) Bezug nutzen, um das Foto, das mir unlängst von einem Leser geschickt wurde, als Kopfschüttelvorlage zu präsentieren.

Gesinnungstechnisch wird dort aber recht schnell die Hose runtergelassen...

Do

16

Jun

2022

Rapid

Aufgrund der Transferaktivitäten Guido Burgstallers, die sich zuletzt ja hinzogen wie die Donau, kursierte bekanntlich häufiger der Name Rapid Wien in den hiesigen Medien. Nun fühle ich mich zwar eher selten von diesem Verein direkt belästigt, was nicht zuletzt der räumlichen Trennung zu verdanken ist, und trotzdem bereitet er mir in regelmäßigen Abständen ein gewisses Grimmen im Leib. Gefühlt das "Kaiserslautern Österreichs".

Wenn sich dann noch eine Prise Energie Cottbus dazugesellt, wird es richtig unschön.

Bin mir nicht ganz sicher, ob wir das folgende Video vor längerer Zeit hier schon mal auf Euch losgelassen haben. Schlimm. Ganz schlimm. Wenn auch mittlerweile verjährt, weil beinahe 30 Jahre her:

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Di

14

Jun

2022

Kurznachrichten

Zu Beginn wollen wir Ewald Lienen alles Gute für die Zukunft wünschen und ihm für das danken, was er hier geleistet hat. Und das war bekanntlich eine Menge. Nach 50 Jahren im Profi-Geschäft fortan im Rheinland etwas kürzer zu treten, klingt ja auch wirklich nachvollziehbar.

 

Dann wird Jackson Irvine beglückwünscht und ihm ebenfalls gedankt. Mal ehrlich, Welt- oder Europameisterschaften lassen mich nicht erst seit gestern kalt. Das interessiert mich über die Jahre immer weniger, was mir immer dann auffällt, wenn einem aktuelle "Stars" bekannter Fussball-Nationen gänzlich unbekannt sind. Früher musstest du als Star auch noch so ziemlich alle anderen Akteure überstrahlen, was bei der heutigen Schwemme an (vermeintlichen) Superhelden des runden Leders nicht mehr hinhaut. Kann aber auch an einem selbst liegen, an dem Schrumpfen der eigenen Begeisterung. Von der Euro '88 könnte ich noch jeden Spieler aller (damals auch nur) acht Teilnehmerländer aufzählen.

Äh, was wollte ich noch gleich?! Ach, ja, Jackson Irvine. Machen wir uns nichts vor: Komplett boykottieren kann Fan den Mist in Katar nicht, denn dafür wäre ein mehrwöchiger Rückzug in quasi menschenleere Waldgebiete von Nöten. Das bisschen an Aufmerksamkeit, die die FIFA von mir für die WM bekommt, kann ich jetzt wenigstens zielgerecht verwenden und den Socceroos widmen. Würde der gute Mann nicht bei uns kicken und wäre mir nur aufgrund des folgenden Fotos vor Augen, wäre ein Kommentar wie "Guckt mal, ist das nicht geil. Der mit dem Zopf hat ein Lou Reed-Tattoo!" ziemlich sicher ;)

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Mo

13

Jun

2022

Muss Teutonia halt woanders spielen...

Kiezkieker | Sankt Pauli Fanzine