Kopfballungeheuer

Gestern Abend hat Rot Weiß Essen ja bekanntlich wieder für eine Pokalüberraschung erster Güte gesorgt. Diesem Verein habe ich zuletzt verhältnismäßig viel Beachtung geschenkt, denn er hatte irgendwie auch Unterhaltsames zu bieten. Der Spielverlauf gegen Leverkusen ist jedenfalls bemerkenswert, denn wenn unterklassige Teams in der Verlängerung dann doch den überfälligen Treffer kassieren, war das in der Regel der Genickbruch und kein Startsignal für einen sensationellen Endspurt.

Aber der RWE ist nur mein Aufhänger für einen der bekanntesten Spieler dieses Vereins. Zwar hat Horst Hrubesch nur zwei Jahre in der ersten und ein Jahr in der zweiten Liga an der Hafenstraße gespielt, ehe er zu den Rauten wechselte, doch wer in 82 Spielen 80 Buden macht, bleibt halt für immer einer der bekanntesten Spieler eines Clubs.

Und nun guckt euch folgendes Video an: Michael Schanze mit der deutschen Nationalmannschaft vor der WM 82. Plötzlich setzt der quirlige Schlager-Schowmaster zu einem Kopfball-Kabinettstückchen an, das Schlimmes befürchten lässt. Doch siehe da, der 80er-Jahre-Traum aller Schwiegermütter hat ganz offensichtlich durchaus schon mal gegen das runde Leder getreten (und geköpft), macht eine mehr als passable Figur! Hansi Müller gibt sich auch einige Mühe, aber wer beendet letztlich die ganze Nummer mit einem reichlich miesen Kopfball, der aus drei Metern Entfernung sein Ziel um locker zwei verfehlt? Nah? Ganz genau: Hotte, das Kopfballungeheuer. Ungeheuerlich so was: